

Gerechtigkeit und gesellschaftliche Ungleichheit
10. April 12:30 - 24. April 16:30
Dr. Sarah Haase kommt eigentlich aus der Romanistik und beschäftigte sich in ihrer Forschung mit zivilgesellschaftlichem Engagement und sozialem Kapital. Dafür lebte und arbeitete sie mehrere Jahre in Frankreich und stellte Fragen nach dem Mehrwert von Vereinen für eine demokratische Gesellschaft und der Entstehung eines transnationalen Selbstverständnisses. Themen wie Werte, Normen und Habitus spielten dabei immer eine Rolle. Seit ihrem Studium interessiert sie sich außerdem für ethische Themenstellungen sowie die Rolle des Glaubens in unserer Gesellschaft. 2024 war sie dann Lehrbeauftragte für das Modul Ethik und Werte und ist seit 2025 als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Hochschule Coburg unter anderem in diesem Bereich tätig. Vor allem Fragen nach systemischer Ungleichheit und Gerechtigkeit und kategorialen Einordnungen beschäftigen sie. Aber auch Human Enhancement und Trans- sowie Posthumanismus interessieren Sarah.
Jeder kennt das Gefühl, sich ungerecht behandelt zu fühlen. Aber warum empfinden wir das? Wer bestimmt was gerecht und ungerecht ist? Auf individueller Ebene lässt sich das vielleicht bestimmen, aber wie verhält es sich bei systemischen Gerechtigkeitsfragen? Schon Platon und Aristoteles behandelten diese Themen und dennoch gibt es bis heute keine tragfähige Lösung Ungleichheiten nachhaltig zu minimieren. Oder doch? Hier setzt das Modul an. Wir beschäftigen uns mit der Frage, was Gerechtigkeit bedeutet und warum gesellschaftliche Ungleichheit in modernen Gesellschaften fortbesteht. Es werden unterschiedliche theoretische Perspektiven vorgestellt, die erklären, wie Ungleichheiten entstehen, sich verfestigen und legitimiert werden. Dabei geht es sowohl um materielle Unterschiede als auch um Chancen, Anerkennung und soziale Teilhabe. Wir ordnen aktuelle gesellschaftliche Debatten kritisch ein und entwickeln so ein reflektiertes Verständnis für Gerechtigkeit und mögliche Wege zu mehr sozialer Fairness.
Termine:
Freitag, 10.04.2026, 12:30 – 16:30
Freitag, 17.04.2026, 12:30 – 16:30
Freitag, 24.04.2026, 12:30 – 16:30
ECTS:
Aktive Teilnahme am Seminar sowie Lektüre, Präsentation und Besprechung eines vorgegebenen Textes (1 ECTS), (benotete) Präsentation eines selbstgewählten aktuellen Themas mit Bezugnahme auf die behandelten Theorien (1 ECTS)
Ethikpunkte (EP) für das Ethikum:
15 – 30 EP
Empfohlene Literatur:
Linartas, M. (2024). Unverdiente Ungleichheit. Hamburg: Rowohlt; Piketty, T. (2022). Das Kapital im 21. Jahrhundert. München: C. H. Beck.; Sauer, H. (2025). Klasse. Die Entstehung von Oben und Unten. Piper, Fuchs-Heinritz, W., & König, A. (2014). Pierre Bourdieu (3. überarbeitete Auflage). UVK Verlag. doi.org/10.36198/9783838542331;
Höffe, O. (2010). Gerechtigkeit. Eine philosophische Einführung (4., überarb. Aufl.). C. H. Beck.; Höffe, O. (Hrsg.). (2006). John Rawls: Eine Theorie der Gerechtigkeit (3. Aufl.). Akademie Verlag. doi.org/10.1524/9783050064475
Anmeldeschluss: Sonntag, 29. März 2026
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